Faszination Bitumenemulsion – ein Bindemittel mit vielen Facetten

Von der Oberflächenbehandlung über Dünnschichtdecken bis zu Haftbrücken – nichts geht ohne Bitumenemulsionen

Die Geschichte der Bitumenemulsion reicht mehr als 100 Jahre zurück und gründet auf dem Bestreben, den damals allgegenwärtigen Straßenstaub zu binden und somit seine gesundheitsschädlichen Auswirkungen zu vermeiden. Anfangs verwendete man umweltschädliche dünnflüssige Teeröle aus Gaswerken sowie flüssige Destillationsrückstände aus der Erdölverarbeitung („Road oil“) zur Staubbindung. Schließlich fand man heraus, dass auch zähflüssige bis feste Destillationsrückstände (Bitumen) weitgehend kalt verarbeitbar sind, wenn man sie mit Wasser emulgiert. Emulgieren bedeutet, fettartige Substanzen (wie Bitumen) in Form von mikroskopisch kleinen Tröpfchen in Wasser zu verteilen. So ist eine Bitumenemulsion mit einem Gehalt von 70 % Bitumen und 30 % Wasser bei 40 °C etwa 1000-fach dünnflüssiger als das enthaltene Bitumen – das war damals ein großer Fortschritt für die straßenbautechnische Anwendung!

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Bitumenemulsionen gehören heute zu den häufig verwendeten Baustoffen in Straßenbau und -erhaltung. Ihre Vorzüge sind unbestritten:

  • Keine Verbrennungs- und Brandgefahr
  • Keine giftigen Lösemittel
  • Keine Explosionsgefahr durch Lösemitteldämpfe
  • Geben beim Abbinden nur Wasser ab
  • Werden kalt verarbeitet und sparen daher Energie
  • Dringen nicht in den Boden ein
  • Hohe Variabilität in den Eigenschaften, daher vielseitige Einsetzbarkeit

Aufgrund des Wassergehaltes sind die Bauverfahren mit Bitumenemulsionen auf eine Mindestaußentemperatur bei und nach der Verarbeitung angewiesen. Das erforderliche Verdunsten des „Verdünnungsmittels“ Wasser beim Abbindevorgang erfolgt auf umweltfreundliche Weise mit (kostenloser) Sonnenenergie! In unseren Breiten sind Bauausführungen mit Bitumenemulsionen auf die drei wärmeren Jahreszeiten beschränkt. Sie kommen vor allem bei der Oberflächenbehandlung und der Herstellung von Dünnschichtdecken in Kaltbauweise zum Einsatz – klassische, weltweit verbreitete Bauverfahren zur Straßenerhaltung. Aber auch für die Herstellung von Haftbrücken vor dem Einbau von Heißasphaltschichten haben sie große Bedeutung.

Die Bitumenemulsion – Tausendsassa in Straßenbau und -erhaltung

Der Bitumengehalt moderner Bitumenemulsionen liegt je nach Anwendung im Bereich von 40 bis 70 %. Ein Liter Emulsion enthält bis zu einer Billiarde mikroskopisch kleinen Tröpfchen mit einem mittleren Teilchendurchmesser von etwa 0,1 bis 10 µm.

Bitumenemulsionen sind eine genormte Baustoffgruppe (Anforderungen gemäß ÖNORM EN 13808, ÖNORM B 3508, ÖNORM B 3509, Prüfungen gemäß einer Vielzahl weiterer ÖNORM EN-Vorschriften). Ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Straßenerhaltung ist anerkannt, aus diesem Grund sind sie in Österreich seit gut 30 Jahren auch gütegeschützt (fremdüberwacht und in Feldprüfungen erprobt).

Von der Oberflächenbehandlung bis zur Haftbrücke – setzen Sie auf Bitumenemulsionen von Vialit! Nähere Informationen zu diesem vielfältigen Bitumen-Produkt erhalten Sie gerne auf Anfrage – rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine E-Mail!